„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder!“1

israel berlinnach Israels militärischer Reaktion auf die anhaltenden Beschüsse von Hamas-Anhängern auf israelisches Staatsgebiet und die israelische Bevölkerung kam es in Deutschland zu heftigen Protesten. unter dem Deckmantel der Friedensliebe wurde Israel ein Angriffskrieg mit „Massenschlachten“ vorgeworfen, der Holocaust relativiert („stoppt den Holocaust im Gaza“), zum Boykott israelischer Waren aufgerufen; viele „KriegsgegnerInnen“ solidarisierten sich mit der Hamas. dass dabei nicht selten eine generelle Ablehnung des Staates Israel bis hin zu offenem Antisemitismus mitschwingt, war in den vergangenen Wochen europaweit zu beobachten. eine kleine Sammlung der antizionistischen / antisemitischen Hetzstimmung:

die welt berichtet am 7. Januar von Anschlägen auf Synagogen und jüdische Gemeinden in Toulouse, Brüssel, London und Helsingborg; in Dänemark werden zwei Israelis von einem Palästinenser angeschossen;
in München wird am 3. Januar eine Mahnwache gegen Antisemitismus von TeilnehmerInnen einer angeblichen Friedensdemo angegriffen;
in Mainz werden am 10. Januar israelsolidarische Menschen ebenfalls von TeilnehmerInnen einer „Friedensdemo“ unter Rufen wie „ihr Judenschweine“ angegriffen;
auch in Hamburg zeigte man mit „Intifada bis zum Sieg“-Parolen seine Friedensliebe;
in Nürnberg wird auf einer „Friedensdemo“ „nieder, nieder Israel“ skandiert;
in Magdeburg wird am 10. Januar eine Kundgebung gegen die Hamas von TeilnehmerInnen einer pro-Hamas-Kundgebung angegriffen;
in Hannover wird am 3. Januar mehreren TeilnehmerInnen an der von der palästinensischen Gemeinde organisierten Demo gegen Israel das Tragen von Peace-Fahnen verboten. die Gemeinde marschiert mit autonomen Nationalisten durch die Stadt;
in Duisburg werden während einer Demonstration gegen Israel Steine und andere Gegenstände auf das Fenster eines Wohnhauses geworfen, weil sich in diesem eine Israel-Fahne befand. jene wurde zuvor von Polizisten, die sich gewaltsam Zugang zu der Wohnung verschafften, entfernt. die Demonstranten honorierten das Vorgehen mit „Tod Israel“-Rufen;
„Autonome Gruppen Berlin“ rufen zu Aktionen gegen die israelsolidarische Kundgebung am 10. Januar in Berlin auf. tatsächlich versuchten etwa 30 – 40 Leute die Kundgebung zu stören;
in Hannover verbrennen am 10. Januar die TeilnehmerInnen einer antisemitischen Demonstration Israel-Fahnen und rufen Sprüche wie „Tod, Tod Israel!“, „Juden raus!“ und forderten zum Djihad auf. mindestens eine Person zeigte den Hitler-Gruß;
in Erfurt wurde am 8. Januar ein Jugendlicher von TeilnehmerInnen einer „Friedenskundgebung“ angegriffen, weil er eine Israel-Fahne bei sich trug. diese wurde ihm unter Rufen wie „Scheiß Judenfahne“ entrissen.

  1. Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland bis April 2006. [zurück]
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2 Antworten auf “„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder!“1


  1. 1 dnns 13. Januar 2009 um 21:27 Uhr

    In Duisburg übernimmt die Polizei die Funktion des antisemitischen Mobs und räumt Israelfahnen ab.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601058,00.html

  1. 1 Verteidigt Israel! Trackback am 02. Juli 2009 um 18:16 Uhr
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