Pressemitteilung des BAK Shalom zu den Demonstrationen gegen Israel

In den letzten zwei Wochen kam es anlässlich der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen zu verschiedenen Demonstrationen in Deutschland.

Dazu erklärt Benjamin Krüger, Bundessprecher des BAK Shalom:

„Die Militäroffensive hat das Ziel, die Raketenangriffe der Hamas auf das israelische Staatsgebiet zu beenden. Seit 2001 wurde Israel über 10000mal mit Raketen beschossen. Es ist daher vollkommen unverständlich, warum diese Tatsache auf allen Demonstrationen vollkommen ignoriert oder im schlimmsten Fall sogar noch bejubelt wird. Nicht selten wurde auf den Demonstrationen ganz offen die Auslöschung Israels gefordert, die dritte Intifada propagiert und Israel beschuldigt, einen Völkermord bzw. einen „neuen Holocaust” zu betreiben. Dies stellt nicht nur eine unentschuldbare Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus dar, sondern ist auch fernab jeder Realität. 400 Tote durch die Luftangriffe als „Völkermord” zu bezeichnen, ist absurd. Jeder Tote Zivilist ist ein Toter zuviel, jedoch muss klar benannt werden, dass die Hamas nicht nur die alleinige Schuld an der erneuten Eskalation des Konflikts trägt, sondern die Palästinenserinnen und Palästinenser im Gazastreifen ganz bewusst als menschliche Schutzschilde benutzt und damit ihren Tod mehr als billigend in Kauf nimmt.

Außerdem ist es schockierend, dass Funktionäre der Linkspartei zum Teil an maßgeblicher Stelle an diesen Demonstrationen mitgewirkt haben. Dass der außenpolitische Sprecher der LINKEN-Bundestagsfraktion, Norman Paech, am 02. Januar in Hamburg vor einer Fahne der Terrororganisation Hamas von einem Massaker der Israelis an den Palästinensern sprach, ist unerträglich. Die Hamas steht auf der Terrorliste der Europäischen Union und vertritt eine durch und durch reaktionäre und frauenfeindliche Ideologie. Ebenso verurteile ich die Beteiligung von Linksparteifunktionären in Berlin und NRW an den Demonstrationen.

Besonders erschreckend war ein Vorfall während einer sog. Friedensdemonstration am 03. Januar in München, an der die Partei Die LINKE mit einem Redebeitrag beteiligt war. Von dieser Demonstration aus wurde eine Mahnwache gegen Antisemitismus am Platz der Opfer des 
Nationalsozialismus von rund 60 Männern angegriffen. Dieses Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen. Ich fordere deshalb eine öffentliche Distanzierung von diesem Angriff durch den Kreisverband München und von Henning Hintze, der für die Partei DIE LINKE dort gesprochen hat. Des Weiteren müssen sich Mitglieder der LINKEN fragen lassen, mit wem sie sich auf derartigen Demonstrationen gemein machen. Einem emanzipatorischen Anliegen ist mit den Demonstrationen jedenfalls nicht gedient.

Die LINKE sollte die emanzipatorischen Kräfte im Nahen Osten zu unterstützen, welche für eine Zwei-Staaten-Lösung eintreten. Die Hamas gehört ganz sicher nicht dazu.

Eine friedliche Koexistenz wird außerdem nur verwirklicht werden können, wenn Hamas, Hisbollah und die anderen antisemitischen und terroristischen Organisationen sich vom erklärten Ziel abwenden, Israel zerstören zu wollen.”

Rückfragen: Benjamin Krüger | 015112792501

Die ausführliche Stellungnahme des BAK Shalom zur Operation „Gegossenes Blei” erhalten Sie unter dem folgenden Link: http://bak-shalom.de/index.php/2009/01/04/operation-%e2%80%9egegossenes-blei%e2%80%9c-des-staates-israel-04-januar-2009/

Eine Videodokumentation des BAK Shalom über die Demonstrationen gegen Israel am 03. Januar 2009 in Berlin erhalten Sie unter dem folgenden Link:
http://de.youtube.com/watch?v=GnO4iULa0ns

außerdem hat der BAK Shalom noch eine Stellungnahme zur Operation „Gegossenes Blei“ veröffentlicht, nachzulesen hier

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2 Antworten auf “Pressemitteilung des BAK Shalom zu den Demonstrationen gegen Israel”


  1. 1 gib8 18. Januar 2009 um 18:24 Uhr

    The Palestinian Information Center berichtet über einen Artikel im Saudi Al-Watan Newspaper über die menschenverachtenden Hetztiraden zionistischer Rabbis. Diese Rabbis haben eine religiöse Verordnung herausgegeben, welche die Tötung von Frauen und Kindern erlaubt und jeden Juden freispricht, der solche schrecklichen Sachen macht.

    In diesem Papier meinten diese Rabbis, dass Israel im Falle des Gaza Streifens in voller Übereinstimmung mit der jüdischen Lehre metzelt, denn es handele sich bei solchen Tötungen um eine „Massenstrafe für die Feinde“.

    Einer der Rabbis war auch der Meinung, dass es überhaupt kein Problem sei, wenn die palästinensischen Menschen insgesamt alle abgeschafft würden, selbst dann nicht, wenn diese Killer-Orgie durch die Hände der Besatzer-Truppen geschehen müsse.

    Indem er Verse aus dem Buch Genesis zitierte (Bibel und Torah) sandte der Rabbi Mordachi Elyaho an den scheidenden Premier Israels, Ehud Olmert, ein wöchentliches Flugblatt, in dessen Ausführungen er mit der Idee herausrückte, dass eine Massenbestrafung des Feindes mit der Kriegsethik der Torah übereinstimme, und somit erlaubt sei. Dieser Rabbi ist die Referenz des populären, aktuellen Zionismus.

    In seinem Brief an Olmert führte Rabbi Elyaho aus, dass dieser benannte Standard der Kriegsethik auf Gaza angewandt werden könne, „weil alle Bewohner Gazas die Verantwortung tragen dafür, dass sie nichts gegen die Hamas taten, und die Zündung der Raketen durch diese“. Der Rabbi wollte mit diesem Brief Olmert dazu nötigen, die Aggressionen auf die Palästinenser fortzusetzen, denn das zufügen von Schaden auch unschuldigen Personen gegenüber ist eine legitime Sache, wenn es sich um einen Feind handelt.

    Yesrael Rozin – ein anderer fanatischer Rabbi – wird ebenfalls zitiert, der sagte, dass das Töten von Männern, Frauen, Kindern, alten Menschen, Säuglingen, ja sogar Tiere des Feindes als erlaubt festgesetzt sei.

    Für seinen unterstrich Rabbi Elyaho: „Wenn wir 100 von ihnen töten, und sie weigern sich, das Zünden von Raketen aufzugeben, dann müssen wir 1000 von ihnen umbringen. Wenn wir 1000 gekillt haben, und sie halten nicht ein, Raketen zu zünden, dann müssen wir 10.000 umbringen, und dies solange fortsetzen, auch wenn es in die Million geht – wir müssen uns die Zeit nehmen, und sie umbringen.“

    „Die Psalmen sagen, dass ich fortsetze meinen Feind zu jagen, sie einzusperren, und ich will nicht anhalten damit, bis ich alles beendet habe, und sie komplett besiegt habe.“

    Dieser Hetze ist nichts mehr hinzuzufügen, dafür fehlen mir die Worte.

    Der Artikel der darüber berichtet, ist in The Palästinian Information Center in englischer Sprache zu finden.

    ja so sind sie , die lieben Nazionalisten

  2. 2 nkotb 18. Januar 2009 um 18:56 Uhr

    niemand hat behauptet, dass es in Israel nicht auch Bekloppte gibt und Jüdisch-Sein dich zum besseren Menschen macht. von daher versteh ich nicht, was du mit dem Text beweisen willst.

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