this bikeway is a battlefield

schon nach wenigen Tagen ist mir die Lust am Radfahren durch Magdeburg fast vergangen. ständig springen einem Leute vor’s Rad, als wäre der Fahrradweg gestern erst erfunden worden und für das Internalisieren des Zur-Seite-Sehens vor ihm bisher noch keine Zeit gewesen. am liebsten sind mir jene Gestalten, die einem AUF dem Radweg entgegenkommen. ich sollte einfach weiter fahren…

eine Frau schob mir heute in einem Anfall von Leichtsinnigkeit fast ihr im Kinderwagen liegendes Neugeborene in die Speichen. eine andere, scheinbar auf einem Valium-Film Radelnde drängte mich zwischen stehenden Autos fast in eines derselben, obwohl sie mich groß von der Seite anglotzend definitiv gesehen haben musste, entschied sich deswegen aber keineswegs Platz zu machen – im Gegenteil, sie lenkte weiter in Richtung Auto, als hätte sie es auf dessen Scheinwerfer abgesehen – und reagierte noch nicht einmal auf mein anschließendes Pöbelgewitter.

besonders nervtötend ist der Breite Weg ab Ernst-Reuter-Allee. weil es hier keine Fahrbahn mehr gibt, hat sich der gemeine Fußgänger offentsichtlich dazu entschlossen, die Existenz des Radweges zu verleugnen und die gesamte Straße zu okkupieren. hätte ich allein heute auf Bremsen und Ausweichen an dieser Stelle verzichtet, ich hätte eine Massenklage wegen Körperverletzung am Hals.

ich umfahre wohl zukünftig die Innenstadt und präferiere die kleineren STRAßEN, auf denen man als RadfahrerIn scheinbar besser aufgehoben ist. zumindest hat mich heute noch kein Autofahrer versucht, vom Rad zu holen.

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2 Antworten auf “this bikeway is a battlefield”


  1. 1 haetzer 07. Oktober 2009 um 16:01 Uhr

    »Plötzlich kreuzte ein Exemplar des modernen deutschen Heldentums unseren Weg: der Fahrrad-Fascho. Pinkfarbener Helm, orangene Outdoor-Jacke, enge Hose. Man roch, daß er 40 Kilometer durch den Wald gebraust und unterwegs ins Büro war, wo er seine Uniform hemmungslos weiter tragen würde. Als ich hörte, wie der Müllwagen sein Rad zermalmte, huschte ein Lächeln über meine Lippen.«Bissig, humorvoll und fast ohne Vorurteile berichtet Roger Boyes von Eigenarten des deutschen Alltags, von Liebesabenteuern mit germanischen Frauen und anderen denkwürdigen Erlebnissen in einem wahrlich exotischen Land.

    My dear Krauts http://www.amazon.de/My-dear-Krauts-Deutschen-entdeckte/dp/3548264751

  2. 2 nkotb 07. Oktober 2009 um 23:07 Uhr

    die Rezension erinnert mich etwas an den Film Deckname Dennis. schöne Halbdoku-Satire über die Deutschen, ihe Arten und Unarten mit treffendem Zwischenresümee: die Deutschen fühlen sich ständig von alles und jedem bedroht.

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