voll gegen die Wand

ein paar Gedanken zum besetzen Haus in Magdeburg:

seit etwa 3 Wochen ist die alte Gruson-Villa in der Freien Straße in Magdeburg Buckau besetzt. die neuen „BewohnerInnen“ bekamen von einigen Parteien, Hochschulgruppen und Vereinen Zuspruch. nach etwa 2 Wochen wurde den BesetzerInnen ein Ersatzobjekt angeboten. einzige Bedingung war die umgehende Räumung des besetzten Hauses. die SquatterInnen hingegen forderten zwei Tage Bedenkzeit und lehnten, da ihnen dies verwehrt wurde, schließlich ab. meines Erachtens ein fataler Fehler, ist es doch schon eine Überraschung gewesen, dass es überhaupt ein Angebot über ein Ersatzobjekt gab. dass dieses Angebot abgelehnt wird, weil man Bedenkzeit brauch, lässt m.E. darauf schließen, dass die BesetzerInnen es versäumt haben, sich einerseits im Vorfeld der Besetzung Gedanken über mögliche Verhandlungsabläufe zu machen. damit will ich unterstellen, dass durchaus vorauszuahnen war, dass bei einem Angebot eines Ersatzobjektes zeitlicher Druck aufgebaut wird. hätten die BesetzerInnen zum anderen klare Vorstellungen davon gehabt, welche Anforderungen sie an ein Gebäude stellen, hätten sie nicht auf 2 Tage Bedenkzeit bestehen müssen.

überhaupt entsteht der Eindruck, dass die Besetzung schlecht vorbereitet stattgefunden hat. so scheinen viele Diskussionen, die im Vorfeld hätten geführt werden müssen, z.B. lag zum Zeitpunkt der Besetzung noch kein fertiges Konzept vor, erst im Haus wurde sich darüber verständigt, ob man Entscheidungen im Konsens fallen muss und beraten, ob man einen Verein gründen sollte. im Prinzip alles entscheidende Punkte, die man klar haben muss, wenn man in Verhandlungen einsteigen will. da sitzen einem Geschäftsleute gegenüber, die klare Konzepte wollen und die man überzeugen muss. dazu muss man wissen, was man will.

ein anderer Punkt, der mich gewaltig annervt, ist die Debatte darüber, wer Zugang zum Haus hat. es ist ja nicht so, dass niemandem bekannt wäre1, dass es Übergriffe auf Veranstaltungen und Personen seitens ZK, ehemals GIS und AAMD, gab und dass es immer wieder Anfeindungen gibt, sobald man aufeinander trifft. auch darüber wird erst jetzt im Haus diskutiert und es scheint sich die alte gebt-euch-alle-mal-die-Hand-Position durchzusetzen. die Leute erwarten ernsthaft, dass man sich neben diejenigen Personen stellt, von denen man immer wieder bedroht wurde. Empathievermögen bei null. das Ganze nennen sie dann „Libertäres Zentrum“, das „Menschen Schutz vor rassistischen, homophoben, antisemitischen, sexistischen und faschistischen Übergriffen bieten“2 soll. nur so lange es nicht zum Übergriff kommt, sind Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher dort geduldet. mehrmals wurde mir die Frage gestellt, ob mir auf dem Grundstück schon was passiert sei. nein, auf dem Grundstück nicht, aber seit wann hört denn Kritik am eigenen Gartenzaun auf?

genauso absurd sind die Rechtfertigungen der Veranstaltung mit der Roten Hilfe MD, die darin bestanden, dass es ein anderes Label ist als ZK (auch wenn die Leute zum Teil die gleichen sind) und dass es thematisch um was anderes ging. ebenso könnte man sich dann auch mit dem Sport- und Freizeittreff e.V.3 treffen und über Sport reden.

desweiteren habe ich den Eindruck, dass das Hausprojekt isolierter da steht, als es sein müsste. es gibt verschiedene Vereine und Projekte in Magdeburg, mit denen eine Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen wäre und die das standing des Hauses enorm verbessert hätten. dafür hätte man sich allerdings öffnen und auf die Leute zugehen müssen.

bleibt am Ende die Frage, was aus der Besetzung wird. ich habe die Befürchtung, dass das Ganze im Sande verlaufen wird. im jetzigen Gebäude können sie nicht bleiben und ich bin pessimistisch, dass ihnen noch ein weiteres Angebot gemacht wird. zudem wirft man sich selbst Steine in den Weg, wenn in Stressituationen erst noch Grundsatzdebatten geführt werden. gespannt bin ich darauf, wie die eine oder andere Debatte enden wird.

  1. es gab einen offenen Brief; es gab ettliche persönliche Auseinandersetzungen darüber etc. pp. [zurück]
  2. http://squatmagdeburg.blogsport.de/ziele/ [zurück]
  3. das ist der Verein, der die Standarte 26 angemietet hatte und aus Festungsstadt- und NPD-Mitgliedern besteht. [zurück]
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37 Antworten auf “voll gegen die Wand”


  1. 1 Basisdemokrat 08. Juni 2009 um 19:47 Uhr

    also das ersatzhaus wäre meiner meinung nach nicht zu retten gewesen
    da warn ja mehr als ein oder 2 löcher in den decken und böden drinne
    außerdem hätte man den besetztern die chance geben müssen sich das ersatzobjekt in ruhe von innen anzugucken

    das ersatzobjekt wurde meiner meinung auch nur angeboten um im falle einer räumung (der presse) sagen zu können dass angebote gemacht worden sind jedoch abgelehnt worden sind
    ich denke nicht dass bei den bedingungen die gestellt worden sind ernsthaft erwartet wurde dass darauf eingegangen wird (das haus wurde noch immer nicht geräumt weshalb sollte man bei ernsthaften verhandlungen 2 tage bedenkzeit ablehnen?)

    ansonsten sehe ich das durchaus als positiv allen leuten die kein stress machen zutritt zu gewähren weil es schließlich ein libertäres zentrum ist und jeder dort seine meinung sagen kann (wobei ich natürlich fremdenfeindlichkeit, sexismus und uä ablehne)

    das haus sollte als chance gesehen werden die linke szene in magdeburg wieder zu einen und bisher verläuft es ja friedlich

    (ich habe auf die „politische korrektheit“ hier verzichtet weil das mir zu kleinkariert ist und ich denke das jedem klar ist das sowohl männlein und weiblein beteiligt sind)

    Meinung eines Mitglied der BAMD http://bamd.blogsport.de/

  2. 2 Denkverbot 08. Juni 2009 um 21:45 Uhr

    Danke fuer diese treffenden Anmerkungen. Diese Dinge mussten mal gesagt werden.

    Das Ersatzobjekt wurde gleich bei den ersten Gespraechen von der MDSE angeboten.

    Es handelt sich um ein wunderschoenes, sehr grosszuegiges und helles Fabriketagengebaeude in Eisenbetonbauweise, ca. 100 Jahre alt, das baulich grundsolide ist und sich in zentraler und verkehrsguenstiger Toplage befindet (Verkehrsknotenpunkt). Mehrere Bus- und Strassenbahnlinien halten vor der Tuer.
    Der einzige „Haken“ dabei war, dass das Ersatzobjekt ohne Garten angeboten wurde; dazu waeren separate Verhandlungen noetig gewesen. Potential waere jedenfalls gewesen, da sich hinter dem Ersatzobjekt eine grosse Industriebrache von einigen Hektar befindet, auch im Besitz der MDSE.

    Besichtigt haben offenbar nur wenige Besetzer das Ersatzobjekt; viele wissen anscheinend garnichtmal, um welches Objekt es sich handelt. Trotzdem wurde es abgelehnt.

    Am letzten Freitag im Mai liefen die beinahe zwei Wochen Frist aus, die die MDSE zur Entscheidung gesetzt hatte, ob das angebotene Ersatzobjekt angenommen wird oder nicht.
    So ist durchaus nachvollziehbar, dass die MDSE Anfang Juni dann als Bedingung fuer weitere Verhandlungen ueber den Verkauf eines anderen Objektes an die Besetzer zum symbolischen Preis von 1 Euro eben zuerst einmal die Raeumung der Villa verlangt hat. Was durchaus nachvollziehbar ist, wenn man sich in die Lage der anderen Seite versetzt.

    Die angefuehrten zwei Tage Bedenkzeit bezogen sich darauf, dass die Besetzer mehr als die gesetzte Frist von 5 Stunden zum Verlassen der Villa haben wollten, damit die MDSE bereit ist, weitere Objekte anzubieten.

    Es muss also hervorgehoben werden, dass zwei Wochen Bedenkzeit ungenutzt verstrichen!

    Was ich persoenlich fuer einen der groessten Fehler halte, ist, dass in einer Presseerklaerung der Besetzer das angebotene Fabrikgebaeude als „marode Ruine“ abqualifiziert wurde.
    Diese Bezeichnung wuerde auf die besetzte Villa passen, aber definitiv nicht auf das angebotene Ersatzobjekt.

    Damit ist die andere Seite, die MDSE, unnoetig negativ dargestellt worden und ihr grosszuegiges Angebot als unannehmbar schlecht disqualifiziert worden.
    Ich frage mich ernsthaft, wie man bei einer solchen Verhandlungsweise zu einer Einigung kommen will.

    Und jetzt ein paar Fakten zum abgelehnten Ersatzobjekt:
    Holz ist in diesem Objekt nur in geringem Masse verbaut. Die Holztragekonstruktion des Dachgestells ist weitestgehend in Ordnung, es gibt nur eine groessere Stelle, wo der Putz aufgrund von Naesse heruntergefallen ist. Ebenso sind einige abgehaengte Decken kaputt, was aber angesichts der intakten Stahlbetondecke, an der die abgehaengten Decken aufgehaengt sind, ohne Bedeutung ist. (siehe Fotolinks im Twitter der Besetzer)

    Die Decken der Villa und deren Dachgeschoss dagegen sind aus Holz, komplett durchfeuchtet und flaechendeckend mit einer Vielzahl holzzerstoerender Pilze befallen, nicht nur mit Hausschwamm. Dach und Decken sind stellenweise bereits durchgebrochen.
    Weiterhin ist die Villa mit riesigen Mengen duennfaserigem Steinwolldaemmstoff aus DDR-Produktion „ausgestattet“. Dieser Daemmstoff gilt heute als aehnlich krebserregend wie Asbest. Das Zeug liegt und fliegt dort ueberall herum.
    Wer soll das wegmachen? Dieser Daemmstoff muesste schnellstens raus, damit das Konstruktionsholz austrocknen kann, bevor es voellig von den Pilzen zerstoert ist. Wer will das machen? Darueber scheinen sich die Besetzer keine Gedanken gemacht zu haben.
    Eine Sanierung kaeme einem halben Neuaufbau der Villa gleich und wuerde Millionen kosten. Unwirtschaftlich.

    Im Ersatzobjekt dagegen gaebe es im Wesentlichen nur zwei, drei Risse im Flachdach abzudichten, die Dachpappe mit Dachlack zu regenerieren und die eingeworfenen Scheiben zu ersetzen, um das Gebaeude wetterfest zu bekommen. Die weiteren Instandsetzungs- und Baumassnahmen koennten dann in aller Ruhe nach und nach durchgefuehrt werden.
    Asbest oder Mineralfasern sind im Ersatzobjekt nicht verbaut.
    Versorgungsanschluesse sind dagegen im Ersatzobjekt vorhanden; ein Wiederanschluss waere kostenguenstig moeglich.

    In der besetzten Villa ist das anders; die Versorgungsleitungen muessten neu gelegt werden, da die Versorgung dort ueber ein anderes Gebaeude im Industriekomplex erfolgt war. Kostenpunkt alleine fuer Strom- und Wasseranschluss waere wohl mindestens 20000 Euro, schon wegen der umfangreichen Ausschachtungsarbeiten.

    Daher wuerde ich den Besetzern dringend raten, das Gespraech mit der MDSE wiederaufzunehmen, und das angebotene Ersatzobjekt doch anzunehmen, solange das noch geht.

    VERDAMMT NOCHMAL, NUTZT DIE CHANCE!

  3. 3 nkotb 08. Juni 2009 um 22:21 Uhr

    „das haus sollte als chance gesehen werden die linke szene in magdeburg wieder zu einen und bisher verläuft es ja friedlich“

    frag doch mal die Betroffenen, ob sie das auch so empfinden. dass ich zuletzt angepöbelt wurde, ist grad mal 2 Tage her.

    libertäres Zentrum bedeutet für mich u.a., dass dort niemand Angst haben muss. das schließt sich aber per se aus, wenn Opfer und Täter sich im gleichen Raum befinden.

    zu den Löchern in der Decke: eine Decke abhängen ist echt nicht das Ding. das kann selbst ich.

  4. 4 kaiserwilhelm 08. Juni 2009 um 23:19 Uhr

    „ansonsten sehe ich das durchaus als positiv allen leuten die kein stress machen zutritt zu gewähren weil es schließlich ein libertäres zentrum ist und jeder dort seine meinung sagen kann (wobei ich natürlich fremdenfeindlichkeit, sexismus und uä ablehne)

    das haus sollte als chance gesehen werden die linke szene in magdeburg wieder zu einen und bisher verläuft es ja friedlich“

    ach du meine fresse, das ist ja ganz schön schwammig. ich schau mir das in den nächsten tagen mal selber an, war leider noch nicht da.
    wobei ichs ja erstmal positiv find , dass in md wieder „was geht“, natürlich nicht „egal um welchen preis“.

  5. 5 einer der hausbesetzer 09. Juni 2009 um 13:22 Uhr

    Das „Angebot“ der MDSE war erstens kein geeignetes Ersatzobjekt. Das Gebäude hätten wir auch ohne Besetzung zu jedem anderen Zeitpunkt kaufen können, da es keinen Wert besitzt. Wer meint, die Industrieruine denkmalgerecht sanieren zu können und mal eben 70.000€ für einen mittelgroßen Garten auf den Tisch zu legen – dann kauf doch das Teil! Die MDSE ist froh wenn sie es los ist.

    Zweitens hat uns die MDSE in den Verhandlungen die Pistole auf die Brust gesetzt – sie ist bezüglich des Geländes keinen Schritt auf uns zugegangen und wollte eine Entscheidung inerhalb weniger Stunden erzwingen. Es war die einzig richtige Entscheidung das Angebot abzulehnen und der ‚Friss oder stirb‘ Attitude der MDSE die angemessene Antwort zu geben: Wir bleiben alle!

    Zudem laufen auf verschiedenen Ebenen Gespräche über mögliche Ersatzobjekte. Wer auf einem so internen Level kritisieren will, wie ihr das tut, sollte sich in die Plena setzen um den wirklichen Stand der Dinge zu erfahren. Also hört bitte auf mit Halbwissen und internen Infos um euch zu schmeißen!

  6. 6 nkotb 09. Juni 2009 um 16:21 Uhr

    die Infos sind aus dem Netz, zum großen Teil Kommentare von Leuten, die darauf verweisen, dass sie im Haus aktiv sind. beschwer dich doch bei denen, wenn die die Klappe nicht halten können.

    was das Objekt angeht, kann ich mich nur auf das beziehen, was idep schon anderweitig angemerkt hatte, nämlich dass Stimmen aus dem Haus selbst der Meinung waren, dass das Gebäude im noch akzebtabeln Zustand ist.

  7. 7 Pink Panther 09. Juni 2009 um 16:24 Uhr

    frag doch mal die Betroffenen, ob sie das auch so empfinden. dass ich zuletzt angepöbelt wurde, ist grad mal 2 Tage her.

    Das ist scheiße und ich glaube Dir das. Nur: wo war das? Und wer war das?
    Falls es im LiZ gewesen wäre (was ich nicht weiß), dann solltest Du dies in einer solchen Situation auch dort öffentlich machen. Hier auf Deinem Blog nützt dieses Bekenntnis weder Dir noch der Idee eines Libertären Zentrums.

  8. 8 Pink Panther 10. Juni 2009 um 13:15 Uhr

    die Infos sind aus dem Netz, zum großen Teil Kommentare von Leuten, die darauf verweisen, dass sie im Haus aktiv sind. beschwer dich doch bei denen, wenn die die Klappe nicht halten können.

    Informationen, die Du nicht aus erster Hand oder wenigstens aus einer nachprüfbar seriösen Quelle hast (z.B. durch Teilnahme an Plena) auf Deinem Blog als gesichert darzustellen, ist aber keine geeignete Berichterstattung. Ich denke schon, dass Grundregeln der journalistischen Sorgfalt auch in der Blogosphäre Bestand haben sollten, ohne natürlich zu erwarten, dass jeder Blogeintrag nun reine Objektivität widerspiegelt.

    Im Internet kann per se erst mal jedeR alles mögliche schreiben und behaupten. Eine Überprüfung ist teils nicht möglich, wird teils durch Autoren aus Bequemlichkeit nicht vorgenommen (siehe z.B. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606912,00.html). Ich empfehle, ungesicherte Informationen so zu zitieren, dass ihre Quelle erkennbar sind und dann erst Deine Schlussfolgerungen, die darauf aufbauen, zu ziehen. Dann würde aus den Netz-Fundstücken eines offenbar eher Unbeteiligten so etwas wie eine ernsthafte Diskussionsbasis. Dies ist einfach nur ein Tipp.

  9. 9 nkotb 10. Juni 2009 um 19:16 Uhr

    tja, so werfen die einen vor, plenagespräche auszuquatschen und die anderen, dies eben nicht zu tun. um beiden gerecht zu werden, hätte ich wohl nur infos von der squat-seite reproduzieren dürfen. dann hätte ich auch gar nicht schreiben brauchen.

    zum teil wurden mir aber auch sachen nochmal bestätigt, soll heißen, das habe ich von hausbesetzerInnen oder über dritte von diesen erfahren. nicht alles, geb ich zu und dass genau das nicht dementsprechend gekennzeichnet ist, nehm ich so auch erstmal hin und les es mir unter dem fokus nochmal durch. aber wie gesagt, irgendwer ist ohnehin immer angepisst. passiert… ich hab auch nicht den anspruch, es jeder/ jedem recht zu machen.

  10. 10 some random squatter 11. Juni 2009 um 11:03 Uhr

    nun nkotb,

    dann schlage ich vor dass du uns deine kritik das nächste mal erst persönlich mitteilst, zum beispiel auf dem plenum. damit kannst du die richtigkeit deiner schlussfolgerungen überprüfen, bevor du diskreditierende blog einträge verfasst.

    wir wären dir dafür sehr dankbar.

    mfg,

    lotta

  11. 11 nkotb 11. Juni 2009 um 11:10 Uhr

    da beißt sich die katze in den schwanz: ihr wisst, warum ich nicht zum plenum gehe. wie gesagt, der großteil wurde mir bestätigt, also lass ich es mir nicht nehmen, meine kritik öffentlich zu formulieren.

  12. 12 Mr. Schneebly 11. Juni 2009 um 12:37 Uhr

    Ich finde es ziemlich vermessen, dass NKOTB hier gesagt wird, die Kritik sei vermessen wenn sie nur auf einem blog veröffentlicht wird. Und das alles im Sinne einer linken Gleichmacherei, um nur möglichst unbehelligt auf der eigenen Scholle vor sich hin zu existieren. Auch diesen Verweis, man lehne Gewalt ja ab, ist doch nun wirklich keine Leistung oder ein Zugeständnis. Das ist doch mehr ein Mindestanspruch, der hier nicht Gott weiß wie groß verkauft werden sollte, um sich dann aber doch gleich wieder zu positionieren, indem der ZK Artikel gleich noch mit auf squatmagdeburg landet. Es gibt nicht den goldenen Mittelweg der hier gewünscht wird!!! Es gibt nur Ideologie- und Wertkritik in emanzipativer Absicht, oder das Bekenntnis zu autochtonen Gemeinschaften, das Mittels Gewalt als proletarischer Widerstand verklärt wird. Ein dazwischen gibt es nicht!

  13. 13 Pink Panther 11. Juni 2009 um 15:33 Uhr

    die Kritik sei vermessen wenn sie nur auf einem blog veröffentlicht wird

    Nicht das wurde m.W. kritisiert. „Nur“ auf einem Blog heißt: Verantwortung für zugrunde liegende (scheinbare oder wahre) Fakten übernehmen, sauber zitieren, fair bleiben.

    um sich dann aber doch gleich wieder zu positionieren, indem der ZK Artikel gleich noch mit auf squatmagdeburg landet

    Nein, das ist keine Positionierung, sondern eine Erwähnung. Eine Positionierung wäre es, wenn der ZK-Standpunkt still unterdrückt/ ignoriert würde. Immerhin verlinkt der squatmagdeburg-blog ja auch diesen Artikel hier, ohne sich damit schmücken zu können.

    Ein dazwischen gibt es nicht!

    Vielleicht ist die Welt aber nicht eindimensional (gut – dazwischen squatmagdeburg – böse), sondern besteht aus viel mehr Dimensionen? Es ist doch sehr einfach, nun squatmagdeburg den Schwarzen Peter für die offensichtlichen Fehlhandlungen anderer zuzuschieben. squatmagdeburg hat darüber hinaus vermutlich aktuell ein paar mehr Probleme zu lösen.

  14. 14 Denkverbot 11. Juni 2009 um 16:15 Uhr

    Bilder zum „Ersatzobjekt“, das dem Magdeburger Squat angeboten wurde, auf: http://denkverbot.blogsport.de

  15. 15 jemand 12. Juni 2009 um 15:25 Uhr

    um sich dann aber doch gleich wieder zu positionieren, indem der ZK Artikel gleich noch mit auf squatmagdeburg landet

    Was ist das denn fuer eine duemmliche Unterstellung. Oeffentlich verfuegbare Informationen zum Squat werden freilich auf der Seite des Squats zumindest mal kurz erwaehnt. Von einer Positionierung steht dort ueberhaupt nichts, nur ein Link auf den Artikel. Zwei Zeilen ueber dem Link zum Artikel von nkotb. (Letzterer hat sogar ’nen eigenen Blog-Eintrag gekriegt, waehrend die ZK-Sache nur getwittert wurde.)

  16. 16 Isi 14. Juni 2009 um 21:53 Uhr

    Eine Linke und die Gewaltfrage

    Wenn jemand die Besucher eines libertären Zentrums als „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ tituliert, ist das zwar bedauerlich und mit Sicherheit nicht links, aber es ist auch nicht links, wenn dieser jemand jedem Besucher stattdessen eine Brause ausgibt. Pöbeleien wie auf diesem Blog sind eben nur schäbig und irgendwie blöd, aber als warmherzige und tolerante Linke und eher zufällige Zielscheibe (und weil ich Pöbeleien gegen Linke von Linken für so überflüssig halte wie sonst nichts), möchte ich nicht, dass man diesen Unsinn mit einer Stellungnahme auf diskutables Niveau erhebt oder sich gar noch zu Herzen nimmt. (Anders sieht es da natürlich mit sachlicher Kritik aus, aber die ist auf diesem Blog nicht zu finden.)

    Möchte ich mich also gegen jeden wehren, der blödsinnige Politpolemik gegen Linke betreibt, verschwende ich Energie, die im Projekt viel besser aufgehoben ist.

    Links zu sein, ist ein sympathisches Selbstbekenntnis, aber begründet keine „Fraktionszwänge“. Nur ist das richtige Maß in Kritik und Widerspruch wichtig und politische Ausgrenzung ist nie eine akzeptable Antwort, sondern Ausdruck empfundener Ohnmacht – in diesem Fall gegen erlebte Bedrohungen auf der einen Seite wie auch gegen unbewiesene, beleidigende Behauptungen auf der anderen Seite, wie man hier lesen kann.

    Beschimpfungen gegen Linke durch Linke mögen persönlichen Hintergrund haben, aber einen anderen Effekt, als Linke zu beleidigen, ergibt sich daraus nicht. Hat man mit dem Text „voll gegen die Wand“ etwas anderes versucht, dann hätte man auch die Überschrift anders formulieren müssen. Aber nicht zielführend formulieren zu können, erspart auch keine Kritik. Und hier ist das dann meine. Ich sehe darum die Frage zur Positionierung derartiger „Kritik“ an der radikalen Linken im politischen Raum als hinfällig an: Die Kritik an Repression, Rassismus, Nationalstaaten und Regierungspolitik haben alle Linke doch sowieso schon auf dem Plan und sind damit gut beschäftigt. Das Hetzen gegen bestimmte Projekte wie eben das libertäre Zentrum kann über die bisherige Zusammenhanglosigkeit auch nicht hinweg täuschen und ist im Rahmen privater Meinungsäußerung durchaus zulässig. Das macht es aber nicht besser. Mehr als festzustellen, dass der Blogger wohl am friedlichen Miteinander und etwaiger Zusammenarbeit nicht interessiert ist, bleibt da kaum.

    Erlebte Bedrohungssituationen „immer wieder“ neu zu beleben und als Rechtfertigung fragwürdigen Verhaltens – wie jener Text es nun mal ist – auszugeben, mag zwar bei Nationalstaaten funktionieren, aber verschafft keinen Vorteil auf der Jagd nach Definitionshoheit. Die angeblich „immer wieder“ auftretenden „Anfeindungen“, sollten da als Argument schon nachgewiesen werden, wenn man glaubwürdig bleiben will. Und Aversionen gegen Gruppenmitglieder sind weder links noch politisch – selbst wenn alle Beteiligten Linke sind. Aber man weckt so oder so keine Sympathien für die eigene Position, wenn dem Empfänger derartiger Avancen voreilig ein Mangel „Empathievermögen“ unterstellt wird! Da noch freundlich zu bleiben, ist nicht leicht.

    Aber es ist auch nicht zu dulden, wenn Linke sich gegenseitig als Rassisten/Schläger/Rudelbumser/Karruselbremser oder Herdentiere „outen“. In Sachen Polemik nehmen sich also beide Seiten nichts. Dass es auch persönliche Übergriffe gab, ist bekannt, aber dass man darum die politische Zusammenarbeit in Gruppenzusammenhängen verweigert, ist keinesfalls zwangsläufig. Und ja, ich finde, es ist zu erwarten, „dass man sich neben diejenigen Personen stellt, von denen man immer wieder bedroht wurde.“, weil auch linke Politik kein Wohlfühlverein ist, in dem es um zwischenmenschliche Befindlichkeiten geht!

    Und schon allein, weil Linke die Guten sind und auch sein wollen, sollte ihr Tun auch effektiv und effektvoll sein. Prügel gehört aber nicht zu den idealisierungsverdächtigen Praktiken, wie Hetze und unbewiesene Behauptungen eben so wenig.

    MfG

    Isi

  17. 17 nkotb 15. Juni 2009 um 10:20 Uhr

    Polemik? ich geb dir Polemik: Stalin hätte es nicht besser sagen können!

    „Nur ist das richtige Maß in Kritik und Widerspruch wichtig und politische Ausgrenzung ist nie eine akzeptable Antwort“

    nicht, wenn man sich so sehr an Konstrukturen wie „Links“ festklammert, wie du das tust.

    du hast einen Kreis um die Linke gezogen und darin steht Wahrheit („weil Linke die Guten sind“), Kritik wird zur Beschimpfung (was ist verkehrt daran, „homophobe Arschlöcher“ als solche zu betiteln?), wer ausschehrt kann auch mal auf die Mütze bekommen und danach ist wieder gut. dein Zwangskollektiv „Linke“ kannst du gern für dich behalten, ich will davon nichts abhaben. kümmer du dich um deinen Dogmatismus, ich kümmer mich um „zwischenmenschliche Befindlichkeiten“.

  18. 18 Isi 15. Juni 2009 um 13:52 Uhr


    „Nur ist das richtige Maß in Kritik und Widerspruch wichtig und politische Ausgrenzung ist nie eine akzeptable Antwort“

    nicht, wenn man sich so sehr an Konstrukturen wie „Links“ festklammert, wie du das tust.

    Meinst du, dadurch würde deine Hetze interessanter?


    was ist verkehrt daran, „homophobe Arschlöcher“ als solche zu betiteln?

    Der Mangel an Erziehung und das minderbemittelte Ausdrucksvermögen. Zudem bist du nicht berechtigt, irgendjemanden so zu titulieren und dabei noch zu verlangen, dass ich diese Beleidigung kritiklos zu übernehmen habe. Warum sollte ich das tun, hm? Weil du ein Fahrrad hast?


    …, wer ausschehrt kann auch mal auf die Mütze bekommen und danach ist wieder gut. dein Zwangskollektiv „Linke“ kannst du gern für dich behalten, ich will davon nichts abhaben. kümmer du dich um deinen Dogmatismus, ich kümmer mich um „zwischenmenschliche Befindlichkeiten“.

    Hast du überhaupt etwas von dem verstanden, was ich geschrieben habe? Das „Zwangskollektiv Linke“ existiert auch nur in deiner Fantasie, denn ich halte es – und ich zitiere mich wirklich ungern selbst – für „ein sympathisches Selbstbekenntnis“. Hingegen sind deine dümmlichen, wie beleidigenden Pauschalisierungen wie „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ genau das, was ich unter Ghettogören-Dogmatismus zusammenfasse: Ich bin klug und der Rest ist dumm.

    Im Grunde genommen, könntest du dich selbst kritisieren, in dem du all die Vorwürfe, die du anderen so vor den Latz haust und die diese dann nett nickend schlucken sollen (weil sie Linke sein wollen?) gegen dich selbst richten und dann versuch dich mal rauszureden: Es ist kein Zeichen von Dogmatismus sich gegen derartige Beleidigungen zu werten und auch keines dagegen. Aber dein Pöbelstakkato hat ganz bestimmt eine andere Ursache als meine Texte, nicht wahr?

  19. 19 nkotb 15. Juni 2009 um 18:04 Uhr

    „Der Mangel an Erziehung und das minderbemittelte Ausdrucksvermögen“

    na ich hoffe, du gibst deinen „linken Genossen“, die auch gern mal mit „Fotze“, „Schwuchtel“ oder „Lutscher“ um sich hauen, mindestens genau so viel Zunder. oder dürfen die das, weil die zu deiner „Linken“ gehören? und erklär mir doch gleich mal, was daran nicht sexistisch und homophob ist. bin schon ganz gespannt. ist mir ziemlich egal, als was du mich bezeichnest. ich halt mich nicht für klüger als andere, nur, weil ich mir nicht jeden Scheiß gefallen lasse.

    im Übrigen brauchst du diese „Beleidigung“ überhaupt nicht hinnehmen, weil sie nicht an dich gerichtet ist. wahrscheinlich hast du noch nicht mal ne Ahnung, wen ich damit gemeint habe, aber prombt glaubst du, irgendwen verteidigen zu müssen. aber so ist das mit dem Kollektiv: „beleidigste“ einen, „beleidigste“ alle.

    „Und ja, ich finde, es ist zu erwarten, „dass man sich neben diejenigen Personen stellt, von denen man immer wieder bedroht wurde.““

    na wenn das kein Zwangskollektivismus ist. wie es den Leuten dabei geht, ist dir völlig Rille. hast du ja auch nie nach gefragt. ist aber auch total unwichtig, wie du darüber denkst und von mir hast du absolut nichts zu erwarten. wenn so deine Volksgemeinsch… ähm, „Linke“ aussieht, dann bin ich froh, dass ich nicht dazu gehöre.

  20. 20 IdrawESCAPEplans 15. Juni 2009 um 18:08 Uhr

    was ist verkehrt daran, „homophobe Arschlöcher“ als solche zu betiteln?

    Der Mangel an Erziehung und das minderbemittelte Ausdrucksvermögen. Zudem bist du nicht berechtigt, irgendjemanden so zu titulieren und dabei noch zu verlangen, dass ich diese Beleidigung kritiklos zu übernehmen habe. Warum sollte ich das tun, hm? Weil du ein Fahrrad hast?

    beeindruckend wie dich so „schmutzige worte“ so erregen können bei gleichzeitiger ignoranz gegenüber leuten die andere gern als „schwuchteln“ und „spasten“ beschimpfen. ich hatte schon mit beiden umschreibungen meiner person das vergnügen.

    waren die berechtigt so etwas zu sagen? na?

    Hast du überhaupt etwas von dem verstanden, was ich geschrieben habe? Das „Zwangskollektiv Linke“ existiert auch nur in deiner Fantasie, denn ich halte es – und ich zitiere mich wirklich ungern selbst – für „ein sympathisches Selbstbekenntnis“.

    „trallala-links-sein“ statt theoretischem verständnis und fern jedweder grundsätze? bei deinen ausführungen geht ja gleich alles denn bach runter. „trallala-links-sein“, das bauchgefühl für die friede-freude-eierkuchenwelt. da dürfen dann alle mitschpielen so lange sie sich auch „trallala-links“ fühlen. egal ob jemand schwuchtel sagt oder menschen mit reizgas angreift. hauptsache „trallala-links“. dann kann man sich in die großen verständnisvollen arme der anderen „trallala-linken“ fallen lassen. da gibts dann gruppenkuscheln und zeter und mordio gegen die, die nicht mehr mitspielen wollen. magst a taschentüchle?

    Hingegen sind deine dümmlichen, wie beleidigenden Pauschalisierungen wie „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ genau das, was ich unter Ghettogören-Dogmatismus zusammenfasse: Ich bin klug und der Rest ist dumm.

    wenn jemand hakenkreuze in davidstrene sprayed, andere als schwuchteln und spasten beschimpft und eben ca. 70 veranstaltungsbesucher/innen mit reizgas angreift, find ich für meinen teil „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ ziemlich treffend.

  21. 21 Isi 15. Juni 2009 um 22:11 Uhr

    na ich hoffe, du gibst deinen „linken Genossen“, die auch gern mal mit „Fotze“, „Schwuchtel“ oder „Lutscher“ um sich hauen, mindestens genau so viel Zunder.

    Versprochen!

    :-)

    oder dürfen die das, weil die zu deiner „Linken“ gehören?

    Unterlaß doch mal bitte deine voreiligen Fehlschüsse. So etwas ist sehr unhöflich und wirkt nicht sonderlich souverän. Wenn man im ersten Satz eine Frage stellt, sollte man die Geduld aufbringen, auch die Antwort abzuwarten und sie nicht bereits in der übelsten Interpretation vorzuschreiben. Das ist schlechter Stil.

    und erklär mir doch gleich mal, was daran nicht sexistisch und homophob ist. bin schon ganz gespannt.

    Warum sollte ich das? Hier und jetzt? Diese Diskussion möchte ich dann mit dem führen, der sich derart aufführt, aber nicht mit dir, der hier behauptet, es wäre eben so passiert und leider auch dort an der Tagesordnung. Ich habe das so noch nicht erlebt, weder außerhalb noch im Haus, aber auch nirgendwo sonst und ich würde dann auch nicht in meinem blog dazu rumjammern und andere Besucher stellvertretend diffamieren. Was ich aber tun würde, ist folgendes: den Pöbler direkt zur Rede stellen. Wie hier. Mich interessiert aber nun nicht, warum du das bei deinem Besuch auf dem Gelände nicht gemacht hast, sondern vielmehr, warum du deinen Blog damit vollkleisterst und das Projekt madig machst. Das ist sicher keine Wiedergutmachung gewesen, oder?

    ist mir ziemlich egal, als was du mich bezeichnest. ich halt mich nicht für klüger als andere, nur, weil ich mir nicht jeden Scheiß gefallen lasse.

    Wie auch? Jemand der seinen vorherigen Ausfall („Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“), dadurch erklären will, dass jemand zu einem unbestimmten Zeitpunkt bestimmte Begriffe benutzt haben soll, steckt mit dieser Antwort auf eine konkrete Nachfrage akut in Erklärungsnot. Und wie gesagt, ich finde es ziemlich übel, an irgendwann einmal erlebten Situationen festzuhalten, um immer die gleichen Beschimpfungen wieder zu beleben, gegen die sich kein mensch mehr wehren kann, weil jeder Bezug verloren gegangen ist. Wenn dich jemand wie oben beschrieben beschimpft hat, ist das sicher kritikwürdig, aber wird nicht dazu reichen, deinen Text hier zu entschuldigen und die Beleidigungen, die du mir als Besucher zukommen lassen hast und nebenbei noch einigen anderen, die auf Grund deiner Weigerung konkret zu werden und zu differenzieren, in einer Schublade stecken, in die sie nicht gehören.

    im Übrigen brauchst du diese „Beleidigung“ überhaupt nicht hinnehmen, weil sie nicht an dich gerichtet ist.

    Natürlich ist sie an mich gerichtet, ich bin ein Besucher des Hauses. Mehr braucht es doch nicht, um in deine Kategorisierung von „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ zu fallen.

    wahrscheinlich hast du noch nicht mal ne Ahnung, wen ich damit gemeint habe, aber prombt glaubst du, irgendwen verteidigen zu müssen. aber so ist das mit dem Kollektiv: „beleidigste“ einen, „beleidigste“ alle.

    Es geht mir hier allein um deine Sache, um diesen Text und dein virtuelles Auftreten und dein so dargestelltes Unvermögen, ein Anliegen sachlich und angemessen vorzutragen und auch, ohne damit (versehentlich oder nicht) überhaupt jemanden zu beleidigen. Und es geht mir darum, dass solche Frechheiten wie deine eben leider zu Diskussionen führen, die Zeit rauben.Ich verteidige hier niemanden, weil ich nicht weiß, warum und wozu – es gibt ja nicht mal konkrete Vorwürfe – aber ich finde deinen Text und dein Auftreten in diesem Blog derart abgefahren, dass ich einfach mal was sagen mußte.


    „Und ja, ich finde, es ist zu erwarten, „dass man sich neben diejenigen Personen stellt, von denen man immer wieder bedroht wurde.““

    na wenn das kein Zwangskollektivismus ist.

    Ich nenne das Überwinden gewisser Animositäten und das Erledigen einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit über persönliche Zwistigkeiten hinaus ganz simpel: Erwachsensein. Kurios, oder? Wenn du lieb gehabt werden willst, such dir eine Handarbeitsgruppe, aber versuch es nicht mit Politik. Freunde in der Szene zu finden, ist gut, aber alles nur über persönliche Wohlfühlverhältnisse aufbauen zu wollen, ist falsch: Auch in einer Subkultur gibt es Meinungsfreiheit und die schließt ein, deinen Text zu kritisieren, ohne dafür mit Stalin verglichen zu werden. Arbeite an deinen Umgangsformen, dann wird das schon und wach aus deinen Puppenstubenträumen auf, dass man in der Linken nur in kuschelig, heimeligen Wohlfühlfreiräumen agiert, in denen du die Definitionsmacht halten kannst: Wer Freunde will, muß freundlich sein.

    ;-)

    wie es den Leuten dabei geht, ist dir völlig Rille.

    Ich sagte doch: Politik ist keine Wohlfühleinheit.

    hast du ja auch nie nach gefragt. ist aber auch total unwichtig, wie du darüber denkst und von mir hast du absolut nichts zu erwarten. wenn so deine Volksgemeinsch… ähm, „Linke“ aussieht, dann bin ich froh, dass ich nicht dazu gehöre.

    Du, ich sage nicht, dass es nichts zu kritisieren gibt, sondern nur, dass dein Ansatz kein konstruktiver ist. Es ist nämlich keine Kritik, eine ganze Gruppe zu beleidigen, nur weil dich deine bösen Erinnerungen quälen! Aber eine inhaltiche Auseinandersetzung zu deinen diffusen Vorwürfen (Es hat jemand Fotze gesagt), kann auf diesem Niveau nicht stattfinden. Du erwartest, dass die zuvor Beleidigten, ihren Stolz an der Garderobe abgeben, um sich anzuhören, was dir widerfahren ist, um sich durch dich darüber belehren zu lassen, wie und wogegen, sie sich zu wehren haben. Das ist heftig autoritär.

    Kann es sein, dass du das Prinzip Emanzipation nicht verstanden hast? Es geht darum, jedem seinen Freiraum zu lassen – natürlich in gewissen Grenzen, aber die hier vorgestellte „Erziehungsmaßnahme“, nämlich Zuwiderhandelnde in einen Topf zu werfen und munter drauf zu schlagen, geht überhaupt nicht! Es geht ganz gewiss nicht darum, jemanden Vorschriften zu machen und ihn anzukeifen, wenn er ablehnt, sondern vielmehr, in kritischen Situation Alternativen zu bieten, um die optimalste Lösung gern anzunehmen…

    MfG

    Isi

  22. 22 Isi 15. Juni 2009 um 22:31 Uhr

    beeindruckend wie dich so „schmutzige worte“ so erregen können bei gleichzeitiger ignoranz gegenüber leuten die andere gern als „schwuchteln“ und „spasten“ beschimpfen.

    Und was hältst du von jemandem, der andere pauschal und mit diffusen Andeutungen versehen als „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ beschimpft?

    Und bitte, was soll ich jetzt vor allem hievon halten? Die Beschimpfungen, die ihr erwähnt, habe ich nicht erlebt, aber eure durchaus und ob es die angeblich ursächlichen gab, ist für mich nicht nachvollziehbar, aber es gibt eben diesen Text „voll gegen die Wand“ und das heißt:

    nur so lange es nicht zum Übergriff kommt, sind Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher dort geduldet.

    Und das ist so nicht hinnehmbar. Und ich wüßte auch nicht, warum ich da nun ein Auge zudrücken sollte, nur weil jemand euch irgendwann einmal beleidigt haben soll und ihr bei dieser Auseinandersetzung offensichtlich mit allen Problemlösungen gescheitert seid.

    Ich denke aber, dass ich jetzt verstanden worden bin und zukünftig euer Umgang mit Projekten anderer Gruppen und Zusammenhänge ein wenig sachlicher von statten geht und bitte auch wieder eigene Politik die überflüsse Polemik gegen andere ersetzen kann. Es gibt nämlich für jedes Problem eine Lösung, selbst für Homophobie, Pöbeln ist aber dazu auch keine annehmbare.

    Wenn es also einen diskutablen Ansatz zum Themenbereich „Homophobie in der Linken“ gibt, bin ich gern dabei, aber „homophobe Arschlöcher“ zu beschimpfen, ist nun überhaupt nicht mein Ding und mir erschließt sich auch nach langem Nachdenken kein Sinn solcher Aktionen.

    MfG

    Isi

  23. 23 IdrawESCAPEplans 16. Juni 2009 um 0:30 Uhr

    deine „Animositäten“ waren handfeste gewalt. aber ich hab ja oben schon geschrieben das du offenbar keine grundsätze hast außer dein trallala gefühl. kein wunder das keine konsequenzen folgen. eine schande das du das auch noch für links, libertär or wjatever hälst.

  24. 24 Isi 16. Juni 2009 um 8:00 Uhr

    deine „Animositäten“ waren handfeste gewalt.

    Du redest ja mittlerweile selbst in der Vergangenheitsform. Die Zukunft versaut ihr euch aber selbst, mit eben solchen Eruptionen wie oben.

    aber ich hab ja oben schon geschrieben das du offenbar keine grundsätze hast außer dein trallala gefühl.

    Natürlich habe ich Grundsätze und zu denen gehört, mich nicht beschimpfen zu lassen. Auch nicht von Linken. Verstehst du das? Und wie gesagt, ich finde zudem, dass jahrelanges Pöbeln und Nachkarten keine angemessene Reaktion auf Ohnmachstgefühle sind. Die politische Zusammenarbeit verbaut ihr euch jedenfalls selbst, in dem ihr auf Leuten wie mir rumhackt, die euch nichts getan haben und nie tun werden, aber in einem Sack mit durchaus kritikwürdigen Aktionisten stecken, aber da eben nur stecken, weil ihr nicht differenzieren wollt.

    Linkssein ist ein Selbstbekenntnis, für mich das sympathischste, das es geben kann, aber: Es ist kein Freifahrtschein, unter Linken zu marodieren und im Namen einer gutens Sache autotitäre Prkatiken durchsetzen zu wollen. So geht das nicht.

    kein wunder das keine konsequenzen folgen. eine schande das du das auch noch für links, libertär or wjatever hälst.

    Wie gesagt, ich halte das hier Vorgeführte für autoritär und habe das so in der Linken nur sehr selten erlebt, bin aber selbst daran nicht verzweifelt. Die Würde aller Menschen zu schützen, ist ein grundlegendes moralisches Prinzip emanzipatorischer Politik und hört eben nicht im Innenverhältnis auf. Wenn euch Unrecht getan wurde, legitmiert das nicht weiteres Unrecht. Linke sollten sich nicht als Moralapostel, moralische Weisungsberchtigte und Autoritätspersonen aufzuspielen oder sich im Namen einer guten Sache über Moral und soziale Normen erheben und diese auch nicht zwanghaft ignorieren, aber sie sollten in der Lage sein, ein akutes Problem in ihren Zusammenhängen selbstständig und aktiv zu lösen. Ohne Ausschlüsse, Anfeindungen und Kampagnen, die auch nach das Außenbild nachhaltig verändern. Dazu braucht es aber die Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten. Da jeder Fall ein Einzelfall bleiben sollte und auch so behandelt werden soll, braucht es keine normierenden Vorlagen, sondern lediglich eine skeptische Prüfung des rational Erfassbaren. Dazu sind klärende Gespräche unabdingbar. Und in diesem Punkt seid ihr bisher kläglich gescheitert. Die psychosozialen, mentalen, materiellen und praktischen Hilfestellungen für das Opfer (ihr als Angriff von Gewalt sowie auch die durch euch Beschimpften) nehmen bei der Problemlösung einen besonderen Raum ein und sind so weit wie möglich in der Szene zu erledigen. Dabei kann natürlich eine klärungswillige und hilfsbereite Bezugsgruppe keine Therapie ersetzen oder langfristigen Folgeschäden (Trauma, Angstzustände etc) vorbeugen, sie kann aber für einen gerechten Ausgleich sorgen und das sollte sie auch. Nur muß man ihr dafür vertrauen und ich sehe keinen Grund, warum man der Besetzergruppe nicht vertrauen sollte. Allerdings muß man für eine Klärung natürlich zu klärenden Gesprächen bereit sein und nicht jede Einladung mit diffusen Einwänden abwürgen, dass jeder wissen müssen, warum die Betroffenen nun nicht zum Plenum kommen. Vorderstes Ziel bei einer Anschuldigung zu einem behaupteten Angriff auf die Selbstbestimmung einer Person ist also eine vollständige und detaillierte Klärung des Vorfalls, eine Reaktion der Gruppe wie auch die vollständige Akzeptanz des Opfers und eine als solche erkennbare moralische Verurteilung des erkannten Täters innerhalb der Gruppe, durch die Gruppe(!) und eine Festlegung hinsichtlich einer einheitlich vertertbaren der Außendarstellung, die auch nachvollziehbar sein muß und mit der Opfer wie Täter einverstanden sein müssen.

    Machen wir die Selbstbestimmung wieder zu unserem obersten Prinzip!

  25. 25 nkotb 16. Juni 2009 um 9:56 Uhr

    ich habe nirgends im Text geschrieben, dass alle BesucherInnen oder Beteiligte des Projekts Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher sind. also krieg dich endlich wieder ein und hör auf, die beleidigte Leberwurst zu spielen.

    vielleicht solltest du den Text mal richtig lesen, bevor du rummeckerst. ich habe geschrieben, dass ich auf dem Grundstück selbst noch nicht angemacht wurde, nur sind die bereits beschriebenen Ausfälle Standard für mich und auch andere, wenn sie auf gewisse Leute treffen und eben keine Einzelfälle, die schon ewig zurück liegen. dass du das nicht mitbekommst, glaub ich dir sogar, dich lassen sie ja in Ruhe. nur deswegen zu behaupten, dass es nicht so wäre bzw. es permanent zu bezweifeln, verschließt die Augen davor.

  26. 26 Isi 16. Juni 2009 um 20:32 Uhr

    dass du das nicht mitbekommst, glaub ich dir sogar, dich lassen sie ja in Ruhe.

    Und was meinst du, warum sie dich nicht in Ruhe lassen?

    Ich finde es selbst übrigens unheimlich schade, dass durch diese Frontenbildung, eine interessante Diskussion in der radikalen Linken nicht stattfinden und dass auch gewisse andere Probleme nur in soweit diskutabel sind, wie sie der anderen Seite eben zum Vorwurf gemacht werden können. Es gibt ein par Reizthemen, die man sehr sensibel anfassen muß, um niemandem auf die Füße zu treten und zudem man weiß, dass sich doch garantiert jemand betroffen fühle wird. Drei davon möchte ich stellvertretend mal anführen und wäre an Diskussionsangeboten interessiert:
    - Mackertum in der Linken
    - Linke Streitkultur
    - Linke Positionen zum Nahostkonflikt

    Und jedes dieser Thema wäre es wert, breit diskutiert zu werden und sich zu diesem Ereignis viele Teilnehmer, die natürlich auch willens und in der Lage sein sollten sich niveauvoll und konstruktiv auszutauschen, zu wünschen und unterschiedliche Perspektiven zu akzeptieren und daraus einen Konsens zu bilden, der wenigstens eine große Umrisse abstecken kann….

    Ich sehe reichlich Probleme, auch beiden Seiten, aber ich vermisse derzeit die Person oder Gruppe, der beide Fraktionen wenigstens im Mindestmaß zu trauen, eine solche Angelegenheit zu moderieren und ich glaube, das wird beim Dschungel an Vorwürfen und mentalen Barrikaden wichtig sein. Die Besetzerinnengruppe hielte ich für kompetent, aber ihr wohl nicht, was?

    MfG

    Isi

  27. 27 nkotb 17. Juni 2009 um 9:56 Uhr

    vergiss es einfach

  28. 28 bigmouth 16. Januar 2010 um 20:57 Uhr

    oh weia, was für ein schrott

  29. 29 nkotb 03. Februar 2010 um 20:59 Uhr

    ich hab den Schrott gelöscht. das hier ist schließlich keine Plattform für antizionistische Propoganda.

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