… Täter sind keine Opfer
1. Einleitung
2. Kurzabriss
3. Einschätzung
4. Fünf Thesen
5. Ergänzendes
1. Einleitung
Anlässlich des Angriffs auf eine von uns organisierte Veranstaltung und den anschließenden Spekulationen über die Vorfälle und unser Handeln vor Ort, sehen wir uns dazu veranlasst, eine Erklärung abzugeben.
Die Menschen, durch die der Angriff auf unsere Veranstaltung erfolgte sind Mitglieder oder stammen aus dem Umfeld der Gruppen Autonome Antifa Magdeburg (AAMD), der Gruppe Internationale Solidarität Magdeburg (GIS) und der Frauengruppe Magdeburg. Eine Person ist auch Mitglied der Antinationalen Neuköllner Antifa (A.N.N.A.)
Die Tatsache, dass ein Großteil der Personen bereits von der vorherigen Veranstaltung wussten, dass sie nicht teilnehmen dürften, ihr aggressives Auftreten und ihre Äußerungen im Vorfeld und vor Ort lassen keinen Zweifel darüber offen, dass sie ausschließlich gekommen waren, um die Veranstaltung anzugreifen. Denn schon bei der ersten Veranstaltung der Reihe kamen die späteren AngreiferInnen mit Quarzhandhandschuhen und Mundschutz und schlugen zwei Teilnehmer der Veranstaltung zu Boden. Lediglich dem besonnenen Handeln des Veranstaltungsschutzes und der TeilnehmerInnen ist es zu verdanken, dass nach dem nun erfolgten massiven Angriff niemand ernsthaft verletzt wurde.
2. Kurzabriss
Wir haben schon mehrmals darauf verweisen, das es hier nicht um einen Einzelfall geht und die letzten Gewalttätigkeiten nur das bittere Ende einer längeren Entwicklung sind. Wir wollen diese hier noch einmal in aller Kürze an ein paar ausschlaggebenden Momenten nachzeichnen und damit auf Tendenzen darin aufmerksam machen. Anfänglichen Beleidigungen gegen Menschen, die den „Stempel Antideutsch“, aufgedrückt bekommen hatten, folgten diverse Drohungen. Hier gab es eine Zuspitzung bis hin zum angedrohten Mord. Über die Zeit wurden auch irgendwann materielle Schädigungen legitim und das in einem zunehmenden Ausmaße, so dass ernste finanzielle Schäden verursacht wurden. Die Entwicklung reichte von gesprengten Briefkästen bis hin zu abgestochenen Autoreifen. Der angedrohten und bis dahin zumindest an Dingen exekutierten Gewalt, folgte im Januar der erste direkte Angriff auf einen Menschen. Ein Teilnehmer unserer Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde auf dem Weg nach Hause gestellt und ob seiner israelsolidarischen Haltung geschlagen. Bei der ersten Veranstaltung unserer kleinen Reihe gegen Antisemitismus versuchten sich dann Menschen aus dem oben benannten Personenkreis mit Gewalt Zugang zur Veranstaltung zu verschaffen und schlugen dabei gleich auf mehrere Menschen im Eingangsbereich ein. Nach folgenden Aufrufen im Internet unsere folgenden Veranstaltungen zu „smashen“, wurde dann die letzte Vortragsveranstaltung brutal und ohne Rücksicht auf eventuell Unbeteiligte überfallen. Unbeteiligte gab es für die Angreifer offensichtlich nicht mehr.
3. Einschätzung
Seit 2 Jahren beobachten wir eine Beständige Zuspitzung der Lage. Von der angedrohten bis hin zur körperlich zugefügten Schädigung war es ein vergleichsweise langer Weg, betrachtet man wie schnell sich der Level der Gewalt vom ersten direkten Angriff auf einen Menschen bis hin zum direkten Überfall auf eine Veranstaltung erhöht hat. Im Interview mit der Jungen Welt bestätigte die Gruppe Internationale Solidarität sinngemäß, in Zukunft weiter an ihrem Kurs festhalten zu wollen. Für uns ist nicht absehbar wohin diese Entwicklung noch gehen wird, befürchten aber, dass das Ende der sprichwörtlichen Fahnenstange noch nicht erreicht ist und Schlimmeres folgen könnte. Wer das alles noch als „innerlinke Streitigkeit“ oder überhaupt als zweiseitige „Konflikt“ fassen möchte, dem müssen wir eine Relativierung der Situation vorwerfen. Die Geschehnisse nicht ernst zu nehmen hat leider maßgeblich dazu beigetragen, dass die Lage ist wie sie ist.
Wir richten daher die Bitte an Gruppen, Initiativen, freie Assoziationen wie Einzelpersonen diese Handlungen klar und konsequent zu verurteilen.
4.Fünf Thesen
Einige wenige Male wurden wir nun, nach dem brutalen Angriff auf unsere Veranstaltung, gefragt ob bei der Polizei Aussagen gemacht wurden. Die Nachfragen wollen wir nun zum Anlass, aber nicht als Grund, nehmen um einige Gedanken und Thesen zum Thema zu formulieren.
1. Für eine Verurteilung des Übergriffs sollte diese Frage eigentlich keine Rolle spielen. Entweder ist der Angriff abseits jedweder Legitimation oder aber es gibt Ansatzpunkte einer Rechtfertigung, ja Verständnis für die Täter. In diesem Falle ist die Verurteilung keine.
2. Eine Solidarisierung mit den Opfern des Übergriffs, seien es Besucher_innen oder Veranstalter_innen, sollte auf Grund ihrer Betroffenheit erfolgen und nicht ob ihrer Handlungen als Reaktion auf den Angriff. Eine Solidarisierung in einer Notsituation, die geknüpft ist an Bedingungen ist eher als Druckmittel als ein ernst gemeintes und ehrliches Angebot der Hilfe und Unterstützung zu verstehen. Eine solche Hilfe ist keine.
3. Wenn „linkes Regelwerk“, wie „Anna & Arthur halten`s Maul!“, nicht mehr dem Individuum genügt, ist es nutzlos und zu überdenken. Wenn dem einzelnen Menschen Unterordnung aufgezwungen wird zum konstruierten Wohle eines „großen Ganzen“, hier „die Linke“, ist jeder emanzipatorischer Anspruch bereits begraben und zur sinnfreien Parole verkommen. Bevor das Individuum durch Regelwerke gebrochen wird, fordern wir das brechen der Regelwerke!
4. Wir finden es in diesem Sinne anmaßend für die Betroffenen zu entscheiden wie sie die Situation im Einzelnen bewertet haben, wie sehr sie Angst haben/hatten und wie sehr sie sich bedroht fühlen bzw. gefühlten haben. Gerade diese individuelle Perspektive sollte aber im Zentrum der Betrachtung stehen. Wir Respektieren daher die Entscheidungen der Betroffenen, ob sie nun Aussagen gemacht haben oder nicht. Wir werden keine erniedrigenden Rechtfertigungen und Einzeldarstellungen verlangen. Den Betroffenen gilt unsere bedingungslose Solidarität.
5. Strukturen werden nicht durch Opfer gefährdet! Die Strukturen waren bereits mit dem Angriffsplan gefährdet. Wer glaubt Menschen mit Steinwürfen und Reizgas angreifen und ein Gebäude demolieren zu können ohne polizeilichen Ermittlungen herauf zu beschwören, nimmt die Mittel und Wege des Rechtsstaats offensichtlich nicht ernst – und das ist gerade nach dem 129a-Verfahren mit Unmengen an Ermittlungen und in der überschaubaren „Szene“ in Magdeburg ein Armutszeugnis. Wer dann noch in einer linken Tageszeitung ein Interview gibt, das einem Bekennerschreiben gleicht, macht sich selber und seine Sündenbocktheorien über die „zugezogenen Probleme“ (GIS Sprech für „Antideutsche“) lächerlich. Wir wenden uns gegen jedweden Versuch aus Täter_innen, Opfer zu konstruieren.
5.Ergänzendes
Leipziger Antifa: Erneute antisemitische Übergriffe in Magdeburg
Jungle World: Magdeburger Antifada
aip: Im Gleichschritt Links – ein Veranstaltungsbericht
BGA Leipzig: Der antisemitische Wahnsinn hat Methode
Für das Ende der Gewalt!
Antifa Infoportal Magdeburg
Juli 07


Erklärung des Antifa Infoportal Magdeburg
Yeah, Neukölln rockt. 44!!!
ziemlich geschmackloser beitrag, daniel. ist wirklich absolut witzig auf ner infoveranstaltung angegriffen zu werden. wie weit bist du heruntergekommen, wenn du feierst, wenn bekannte von dir ainngemäß aufs maul bekommen. lass deinen welthass bitte woanders aus.
dieser mensch ist eindeutig ein „zugezogenes problem“, kein berliner… sonst wüsste er, dass neukölln scheisse ist und nur kreuzberg rockt, … aber in schönebeck ist’s eh am schönsten. was für ein pilot!
„Trying to play/act like HC-Punk as it was meant to be, we just had our first gig and hope to kick also your fucking asses as you deserve it as soon as possible.“ — hört sich an wie von ’nem waschzettel von einer schülerband… wird das dann ein ähnliches feuerwerk, wie damals die unerreicht überflüssigen room 101? ich kann’s kaum erwarten!
Neuköln ist das Marzahn von Westberlin. Ist schon ein geiler Kiez. Ich rate mal welcher Daniel das sein könnte?
stichwort „obi-baumarkt-punk“… klingelts?
Toll, da schreibt mensch nen ellenlangen Beitrag, der dann nicht veröffentlicht wird. Danke Bekannter!
Dann eben halt nur kurz ne Gegenfrage:
Wie weit bist du denn runtergekommen, um mit irgendwelchen National-Fanatikern Coca Cola saufend im Mac Donalds zu hocken, mein kleiner Bullenfreund???
anscheinend garnicht, da ich nichts von dem gesagtem mache.
finster, ganz finster. eigentlich fast nicht zu unterscheiden von der pauschalen verbaldiarrhoe aus stadtfeld-ost.
Lieber Daniel,
was für einen ellenlangen Beitrag möchtest du denn geschrieben haben, den ich nicht veröffentlicht habe? Bisher hab ich jeden Schwachsinn von dir auf der Seite gelassen, zumal die Beiträge automatisch auf die Seite kommen und nicht erst von mir veröffentlicht werden müssen.
Und sonst: Ich bin nicht dein „Bekannter“ und möcht es auch nicht sein.
Hatte mir echt Mühe gegeben eure äußerst anspruchsvollen Entgleisungen Contra zu geben, was mir aber beim abschicken als Spam vorgeworfen wurde, der erst mal durch den Filter (damit bist du gemeint) muß, aber anscheinend wurde das alles aus irgendwelchen Gründen nix. Egal.
und natürlich die politisch aktiv Prominenz …
Wird bestimmt noch einige Möglichkeiten geben, uns hier köstlich und kindisch zu vergnügen. Dafür is das Internet doch da
aha… wenn jetzt nicht alles klar ist.
Christian Klar?
zurück nach schönebeck in‘ obi mit dem mann, und dann schön weiter bei wurstläden die scheiben einschmeißen und die protokolle lesen… oh gott, bitte mehr reiseverbote für provinzhampelmänner!
Dto.
tja, sind alles attribute die glücklicherweise nur auf dich zutreffen. also nix mit ditto…