100 Tage sind genug … Matti muss raus!

Am Donnerstag, dem 22. März sitzt unser Freund Matti bereits 100 Tage in U-Haft. Das sind 100 Tage zuviel! Deshalb gibt es an diesem Tag eine Kundgebung vor der JVA Moabit. Wir wollen erneut auf das Unrecht aufmerksam machen, das Matti widerfährt und ihm zeigen, dass er nicht alleine ist und wir nicht Ruhe geben werden, bis er wieder draußen bei uns ist!

Donnerstag, 22.3.2007 * 17 Uhr * JVA Moabit

100 Tage sind genug … Matti muss raus!

Mattis Inhaftierung ist ein Skandal!
Bis heute hat die Staatsanwaltschaft keinerlei Beweise gegen ihn präsentieren können außer den Aussagen zweier stadtbekannter Anti-Antifa-Aktivisten. Seine Inhaftierung wurde begründet mit der „Schwere der Tat“. Das klingt erstmal verständlich, schließlich ist „versuchter Totschlag“ durchaus kein Kavaliersdelikt. Der Vorwurf des „versuchten Totschlags“ ist angesichts der nur leichten Verletzungen der Neonazis jedoch unhaltbar und dient allein der Rechtfertigung jeder erdenklichen Repressionsmaßnahme.

Im Laufe des Verfahrens wurde schnell deutlich, dass es dem LKA und der Staatsanwaltschaft einzig und allein um die Diskreditierung antifaschistischer Politik und die Einschüchterung Mattis und der antifaschistischen Bewegung in Berlin geht. An Matti wollen sie ein Exempel statuieren, um der angeblichen „Gewaltspirale“ in Lichtenberg einen Riegel vorzuschieben. Dass es eine solche Gewaltspirale nicht gibt, sondern der Aufenthalt im Weitlingkiez für Nichtdeutsche und Linke seit Jahren gefährlich werden kann, sollte jedem klar sein. Erst als die Antifa und zivilgesellschaftliche Initiativen erfolgreich in Lichtenberg intervenierten, begannen sich die Ermittlungsbehörden für den Bezirk zu interessieren. Dass es ihnen vor allem um scheinbare Befriedung und nicht um die Bekämpfung rechter Gewalt geht, zeigt z.B. der Fall eines Jugendlichen, der Mitte Oktober 2006 von mehreren Neonazis vor seiner Schule im Weitlingkiez mit Knüppeln zusammengeschlagen wurde und mehrere Tage im Krankenhaus lag.

Obwohl der Polizei von Zeugen zeitnah das Nummernschild des Fluchtwagens der Neonazis mitgeteilt worden war, verliefen die Ermittlungen im Sande, eine Stellungnahme der Behörden gab es bis heute nicht. Vergleicht man die beiden Fälle, wird deutlich, worauf es dem LKA ankommt: Antifaschistischer Widerstand in Lichtenberg soll mit aller Macht behindert werden. Wenn dafür ein Unschuldiger büßen muss, nimmt man das gerne in Kauf.

Mattis Fall kommt deshalb eine besondere Bedeutung und Symbolwirkung zu – seine Freilassung muss Anliegen aller antifaschistisch gesinnten und aktiven Menschen und Organisationen in Berlin sein.

Im Knast ist einer – gemeint sind wir alle!
Kommt alle und zeigt Matti eure Solidarität!

www.freiheitfuermatti.com

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